Über 100 Jahre Erfahrung
In Bigge begann die Erfolgsgeschichte: Im Jahr 1904 gründeten der katholische Geistliche Heinrich Sommer (Foto) und Conrad Freiherr von Wendt die Josefs-Gesellschaft. Ihre Ziele waren: "Heilung, Pflege und gewerbliche Ausbildung verkrüppelter Personen". Im Josefsheim begannen sie ihre Arbeit im Josefsheim mit Setzerei, Druckerei und Buchbinderei. Bis 1912 kamen weitere Ausbildungsberufe hinzu: Schuhmacher, Schneider, Drechsler, Schlosser und Schreiner. 1912 wurde auch die erste eigene Berufsschule eröffnet.
Während der beiden Weltkriege 1914 bis 1918 und 1939 bis 1945 wurde das Josefsheim als Kriegslazarett genutzt. Zwischen den Kriegen und in den Nachkriegsjahren ab 1946 wuchs das Josefsheim weiter. 1960 boten die Ausbildungs- und Produktionsstätten Platz für rund 300 Menschen mit Behinderung. 1964 wurden die Sonderschule mit 100 Plätzen und ein Wohnheim für Kinder mit 72 Plätzen gebaut.
1979 wurde der Heilpädagogische Kindergarten Sonnenschein eröffnet, 1982 nach zweijähriger Planungs- und Bauzeit das Berufsbildungswerk. 1984 erfolgte die formale Anerkennung der Bigger Werkstätten als Werkstatt für behinderte Menschen. Von 1987 bis 1996 wurden die Wohnangebote für Menschen mit Behinderung weiter differenziert. Mehrere Wohnhäuser wurden geplant, gebaut und eröffnet.
Die im Jahr 2000 eröffnete JOSEFS-Brauerei bietet als Integrationsfirma acht Menschen mit Behinderung sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Die Brauerei produziert verschiedene Biere der Marke Josefsbräu, später JOSEFS, und alkoholfreie Getränke der Marke Josy.
2002 wurde das Josefshaus Lipperode mit seinen Wohnangeboten und den Lipperoder Werkstätten in das Josefsheim integriert. Gleichzeitig gab das Josefsheim die Trägerschaft der Schule für Körperbehinderte an die Stadt Olsberg ab.
Im Jahr 2004 feierten die Josefs-Gesellschaft und das Josefsheim ihr 100-jähriges Bestehen. Die Josefs-Gesellschaft und ihre Einrichtungen änderen ihre Rechtsform zu gemeinnützigen GmbH (gGmbH). Auch das Josefsheim wurde im Zuge der Rechtsformänderung eine gGmbH. 2006 wurde das Josefsheim erstmals nach EQRM Excellence (später: eQuass Excellence) zertifiziert - als erstes Sozialunternehmen in Deutschland.
2008 und 2009: Eröffnung der Wohnangebote Haus Angelika und Haus Jakobus. Das Haus Angelika wurde geplant in enger Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Spina Bifida und Hydrocephalus (ASBH e. V.), einer bundesweit tätigen Selbsthilfegruppe für Menschen mit diesen Behinderungsbildern.











